Der Vorschlag des Landkreises zur Etablierung einer Ganztagesbetreuung an den kreiseigenen sonderpädagogischen Schulen hat für Aufruhr gesorgt.
Teuer für die Eltern und nur mit langen Fahrtstrecken für die Schülerinnen und Schüler.
Nach intensiven Verhandlungen konnte aufgrund einer Initiative von CDU, Grünen und SPD nun eine Lösung gefunden werden, die Eltern entlastet und zumindest einen ersten Schritt darstellt, um ein Angebot der Ganztagsbetreuung für Kinder mit Förderbedarf darstellt. Damit kommt der Kreis als Schulträger seiner rechtlichen Pflicht nach.
Dazu sagt Kreisrätin Jasmine Finck: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges gesellschaftliches Ziel. Es gilt Voraussetzungen zu schaffen, um diese Vereinbarkeit zu verbessern.“
Der Abmangel des Angebot, bei dem pädagogische Fachkräfte eine kleine Schülergruppe an einem zentralen Standort betreuen, wird künftig zwischen Eltern und Kreishaushalt geteilt. Die Gebühren von 491 Euro/Monat sind zwar immer noch überdurchschnittlich und dennoch ein vertretbarer Kompromiss.
Auch wenn anfangs nur sechs Kinder angemeldet sind, wird langfristig davon ausgegangen, dass bis zu 20 % der Grundschüler das Ganztagsangebot nutzen. Aus diesem Grund soll nach einem Jahr eine umfassende Evaluation und eine konzeptionelle Weiterentwicklung erfolgen.